McKinsey-Studie: Wikis und Blogs bringen Unternehmen voran
von Richard HeiglAls wir 2007 die ersten Unternehmenswikis für Kunden installierten, mussten unsere Projektpartner noch harte Überzeugungsarbeit bei der Unternehmensleitung leisten. Return of Investment blieb das magische Wort, um das die Debatten kreisten. Die Bewertung von Wissensmanagement-Projekten konnte eigentlich nur qualitativ erfolgen, indem man sich Ziele setzte und dann das Erreichen dieser Ziele ein Jahr später abfragte. Insofern blieb die Einführung von Wikis durchsetzungsstarken Innovatoren vorbehalten. weiterlesen...
BlueSpice for MediaWiki. Testet die Fully Featured beta!
von Richard Heigl
Zur Cebit 2011 stellen wir unser komplettes Softwarepaket BlueSpice for MediaWiki als Beta zum Download bereit. Mit BlueSpice macht ihr aus eurem heutigen MediaWiki ein komplettes Firmenwiki. Und das ganze Open-Source und kostenlos. Das ist die Idee des Projekts. Wir hatten in diesem Blog schon vor ein paar Monaten unsere Ziele publiziert - an diese sei hier der Vollständigkeit wegen erinnert.
Fully Featured beta publiziert
Und nun ist die Version Fully Featured online. Sie unterscheidet sich von der kleineren Basic-Version unter anderem durch die Lucene-Suche und den PDF-Export. Außerdem sind viele Bugfixes eingespielt worden.
Aber wir müssen und wollen noch besser werden. Deswegen bitten wir alle MediaWiki-Fans um Ihre Meinung: Ladet das Paket auf Sourceforge herunter und installiert es auf einer Testinstallation (nutzt es aber noch nicht produktiv, auch Internet Explorer ist noch nicht ratsam).
OK: Wer nur einmal kurz reinschauen möchte, ob sich die Installation rentiert, findet hier ein inoffizielles Demo, das aber noch nicht auf dem neuesten Stand ist.
Verlosung eines Netbook unter den Testern
Ja, wir brauchen Tester, die BlueSpice bei sich ausprobieren. Und unter diesen verlosen wir zum Dank ein Netbook: Asus EeePC 1015PN (10,1 Zoll).
Dazu müsst ihr nach dem Test lediglich das Feedbackformular, das ihr rechts am Rand dieses Blogs seht, ausfüllen. Testet BlueSpice auf Herz und Nieren, und sagt uns, was euch gefallen hat und wo ihr noch Verbesserungspotential seht. Egal ob es Wünsche und Anregungen zu Bedienbarkeit, Design, Technik oder Auswahl der Feature sind, alles ist genehmigt, so lange ihr das Feedback für uns verständlich formuliert.
Wer zum Testen eine Art Leitfaden verwenden möchte, kann dies anhand des "Reisebericht für BlueSpice Testing" tun. Word-Datei herunterladen, dann Schritt für Schritt Funktionen testen und Feedback in die freien Felder eintragen. Die ausgefüllte Datei kann ebenfalls als Feedback eingesendet werden.
Wer nur Bugs melden möchte, kann das auf Sourceforge tun.
Teilnahmeschluss ist der 31. März 2011. Der Gewinner wird anschließend benachrichtigt und bekommt das Netbook direkt zugeschickt.
Teilnahmebedingungen
- Teilnehmen darf jede natürliche Person ab 16 Jahren, die das Online-Formular vollständig ausfüllt (oder seinen Bericht an info@blue-spice.org sendet) und diese Teilnahmebedingungen akzeptiert.
- Pro Person und E-Mail-Adresse ist nur eine Teilnahme möglich.
- Die Teilnahme ist kostenlos und in keiner Weise vom Erwerb einer Ware oder der Inanspruchnahme einer Dienstleistung abhängig.
- Gewinnspielclubs, automatisierte Einträge über Gewinnspiel-Robots sowie willentliche Falscheinträge und Einträge mit sog. „Wegwerf E-Mail-Adressen“ sind ebenfalls unzulässig.
Betriebshandbuch hawaiisch
von Richard HeiglKollaborative Dokumentation für Industrie, Service und IT. Unsere Pressemitteilung zur Hannover Messe 2011.
Effiziente tech
nische Dokumentation ist eine zentrale Aufgabe in Industrie, Verwaltung und Versorgungswirtschaft. Hier revolutionieren Wikis (hawaiisch für „schnell“), und namentlich die Wikipedia-Software MediaWiki, Vorgehensweisen und Verfahren. „Wikis reduzieren den Zeit- und Arbeitsaufwand für Dokumentationen erheblich“, sagt Dr. Michael Scherm von der Hallo Welt! GmbH. „Die Daten werden nicht mehr in Textverarbeitungs- oder komplexen Dokumentenmanagementsystemen bereitgehalten, sondern in einem Wiki gemeinsam online erarbeitet und gepflegt. „Die Texte werden so einfach und arbeitsteilig erstellt, wie man es aus der Wikipedia kennt, aber die Qualitätskontrolle erfüllt höchste Ansprüche“, erklärt sein Kollege Radovan Kubani, Geschäftsführer. weiterlesen...
Cebit 2011 oder: A Man has to do what a Man has to do
von Richard HeiglSo. Das war’s mit der Cebit 2011. Technisch mag das 21. Jahrhundert angebrochen sein, von den Geschlechterverhältnissen her befinden wir uns auf der weltgrößten IT-Messe noch in den 1940ern. Das muss einfach mal gesagt werden: Auch nach fünf Jahren habe ich mich noch nicht daran gewöhnt, den (rückschrittlichen) Stand der Emanzipation so gnadenlos vorgehalten zu bekommen.
Natürlich trifft man auf dem Messegelände Frauen. Das ist doch schon mal was (immerhin geht es um Technik!). Schaut man jedoch genauer hin, bewegen sich „die Mädels“ hauptsächlich im „unteren“ Servicebereich: Entweder sie schenken im adretten Stewardesskleidchen ihren ach so wichtigen Kollegen Kaffee aus oder sie lassen sich in irgendwelche vulgären Bunnykostümchen stecken um nicht minder bescheuerte Werbeartikel an die Herren Krawattenträger zu verteilen. Diese genießen es sichtlich, dermaßen begehrt zu sein: Hier ist die Welt halt noch in Ordnung. weiterlesen...
BlueSpice for MediaWiki basic 2.0 – Missionstatement und Erweiterungen
von Richard HeiglSchnell, optimal ausgestattet und benutzerfreundlich.
Mit dem BlueSpice- Framework macht MediaWiki einen großen Sprung – und die freien Entwickler verdienen künftig mit.
The Free world
MediaWiki ist Power: Ob Non-Profit-Organisation oder mittelständisches Unternehmen: Sie alle profitieren täglich von der Wikipedia-Software.
Mit BlueSpice for MediaWiki machen wir dieses Wiki noch benutzerfreundlicher. Die Software erhält viele neue Erweiterungen: Vom WYSIWYG-Editor über eine Administrationsoberfläche mit Benutzerverwaltung bis hin zur Suchmaschine Lucene. Außerdem kann MediaWiki künftig leichter gewartet und an andere Anwendungen (z.B. SharePoint oder ELGG) angebunden werden. weiterlesen...
Eine neue Website und die Frage: Was wollten wir eigentlich tun?
von Richard HeiglMan fragt sich ja, ob es irgendjemanden interessiert, warum wir eine neue Webseite kriegen. Andererseits habe ich mich schon oft gefragt, was sich Leute bei Ihrer Webseite so alles gedacht haben und wie sie vorgegangen sind. Das wird ja gern als Firmengeheimnis gehandhabt.
Abschied vom Provisorium
Für uns war die neue Website, die in wenigen Tagen online geht, zunächst nur ein großer Meilenstein in unserem Redesign. Die alte Seite war gut, aber eben eins der berühmten Provisorien, die ewig halten. Vor unserer ersten Cebit 2007 musste einfach schnell eine zweisprachige Seite her. Über Nacht. Jaja. Mit Unternehmerromantik hat das nichts zu tun. Mit Typo3 wurde in wenigen Tagen ein Entwurf von Radovan Kubani aus dem Boden gestampft.
Zweifellos eine originelle und schöne Seite, aber auf Dauer nicht sinnvoll erweiterbar. Alles sehr bunt. Die Navigation blieb unübersichtlich und man konnte keine Kampagnen organisieren. Die Seite spiegelte uns nicht mehr wieder. Wir hatten uns verändert, die Webseite, unser wichtigstes Aushängeschild, aber nicht. Es war ein Elend.
Naja, so ein wenig in mich hineingeärgert habe ich mich dann doch, weil die augenfällige Ironie unseres Slogans "Einfach alles besser wissen" immer wieder auf Missverständnisse stieß. Die Businesswelt kann schamlos humorfrei sein.
Planungen
Also wurde neu angesetzt. Die Themen für die Webpage wurden erfasst. Michaela Hanke schrieb ein Storyboard. In heißen Diskussionen an der Kneipen-Theke wurden dann radikale Ideen gesponnen. Aber sie fielen unter den Tisch, weil die unsere Kapazitäten begrenzt sind und mit den radikalen Ansätzen die wesentlichen Verbesserungen nicht erreicht wurden. Wir wollten auf jeden Fall:
- Eine Schärfung unseres Auftritts und die Reduktion der Stilelemente
- Einige Stil-Elemente von Hallo Welt! weiterführen (man glaub nicht wie lange man um einen braunen Streifen herumdenkt)
- Eine einfache und intuitive Navigation
- So wenig Text wie möglich - die detaillierten Informationen sollen nur noch als PDF zum Download bereitstehen
Nun hatte unsere Hallowiki-Webseite ein geniales Design. Leider konnten wir es nicht weiterführen, weil plötzlich alle Softwareanbieter ungefragt mit Gras daherkamen (wir waren früher dran - ehrlich). Mit Grausen denk ich an den Cebit Stand von SAP, die ernsthaft auf ihren lackweißen und monströsen Messestand mit Gras-Streifen beklebt hatten.
Und wie das so ist, wenn man an einer Ecke zupft, stürzt auf einmal alles auf einen ein. Wir mussten feststellen, dass Webauftritt und Vertriebspublikationen miteinander harmonisiert werden mussten. Wir brauchten eine neue Verschränkung von innen und außen; also auch hier ein neues Konzept. Dann sollte die Anbindung an die Web 2.0-Welt neu organisiert werden – übrigens keine schlechte Idee für eine Web 2.0 Firma. Und so kamen dann Broschüren mit einem neuen Text- und Designkonzept, das auch auf der Webseite verwendet wurde.
Finale, endlich
Schließlich hat sich Radovan hinter sein Indesign geklemmt. Thomas Lorenz hat ein neues Typo3 aufgesetzt, mit Layout und Funktionalität bestückt; Nathalie Köpff die Inhalte übertragen und Texte geschrieben. Radovan machte den Feinschliff und ich selbst kämpf hier noch mit den letzten Texten. Es ist wirklich schön, in dem Format zu schreiben. Aber es zieht sich, weil die Hallo Welt ja auch ihren inhaltlichen Schwerpunkt verlagert und wir unsere Beratungskompetenzen in den Vordergrund stellen wollen. Das soll alles irgendwie da rein, wo bewusst kein Platz mehr ist. Denn die Nutzer sollen nicht mehr scrollen müssen.
So, und was jetzt dann in den nächsten Tagen zu sehen sein wird, wirkt dann vielleicht sogar unspektakulär. Aber für uns war es ein wichtiger Schritt in der Konzentration auf das Wesentliche. Das können nämlich neue Webprojekte - ob nun Wiki oder Webauftritt - auch sein: Katalysatoren für eine Neuausrichtung und Besinnung auf die Frage: Was wollten wir eigentlich tun?
Aber im Ernst: Ist doch cool geworden, oder?
Jugendlichen ist Anerkennung wichtiger als Datenschutz
von Richard HeiglMitschnitt vom 27.01.2010 auf B5 aktuell:
Die Grünen-Fraktion im Landtag hat gestern abend die Chancen aber auch die Risiken sogenannter sozialer Netzwerke im Internet ausgelotet. Im Dialog mit Experten ging es dabei darum, Wege zu finden, wie die Medienkompetenz vor allem junger Nutzer gestärkt werden kann.
Twitter, Facebook und StudiVZ - soziale Netzwerke haben gerade bei Jugendlichen einen hohen Stellenwert. Doch recht sorglos gehen die Nutzer oft mit persönlichen Daten um. Fotos von wilden Partys oder durchzechten Nächten werden für jedermann öffentlich sichtbar ins Netz gestellt. Zwar kennen die jugendlichen Nutzer die Risiken allzu großer Freizügigkeit im Netz besser als früher, aber das eigene Verhalten ändern sie trotzdem nicht.
Der Regensburger IT-Trainer Markus Glaser erklärt, warum: "Das hängt damit zusammen, dass der Nutzen, den man aus diesen Netzwerken zieht, sehr hoch ist. Das geht um die eigene Reputation, um die eigene Identität, auch um die Möglichkeit über andere mal was rauszufinden, und dafür nimmt man in Kauf, dass man eben diese Privatsphärenverletzungen erleiden muss."
Die Medienkompetenz der Nutzer stärken, das ist das Credo der Grünen im Bayerischen Landtag. Denn das Internet vergisst nichts.





