Hallo Welt! Blog
12Jan/120

Peter Kruse: Revolutionäre Netze durch kollektive Bewegungen

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Der Psychologe und Unternehmensberater Prof.Dr. Peter Kruse in einem kurzen Statement bei der 4.Sitzung der Enquete Kommision "Internet und digitale Gesellschaft", im Deutschen Bundestag. Seine Zusammenfassung:

1) Ein hochvernetztes System mit hoher Spontanaktivität und mit kreisenden Erregungen führt zu Selbstaufschaukelungen, die nicht vorhersagbar sind.

2) Die Macht verschiebt sich zum Nachfrager: extrem starke Kunden, extrem starke Mitarbeiter, extrem starke Bürger sind die Folgen.

Grundsätzlich sehr knackig präsentiert, argumentiert Kruse als Systemtheoretiker. Für meine Begriffe führt das zu gewissen Verkürzungen, die man einrechnen muss, allerdings ist in einer so kurzen Zeit auch unmöglich ein komplexerer Zusammenhang zu entwickeln. Auf jeden Fall hörenswert.

15Okt/110

Google+ Ein Social Network auf der Überholspur

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Ein Überblick

Zur Liste der Social Networks hat sich in den letzten Wochen das lang erwartete Google+ gesellt. Wieder einmal in Google Manier, war es zunächst nur einem ausgewählten Benutzerkreis zugänglich. Per Einladung konnte man, unabhängig davon, ob man einen Google-Account besitzt, darauf hoffen, zu den Auserwählten zu gehören. Startseite Google+ AccountMan musste sich lediglich auf der Projektseite registrieren. Selbst jetzt erhält man noch den Hinweis auf der Startseite, dass man zu einem eingeschränkten Nutzerkreis zählt, da sich das Projekt noch in der Testphase befindet. Mit bereits 15Mio angemeldeten Nutzern klingt das allerdings schon etwas witzig - wobei das im weltweiten Vergleich tatsächlich nicht viele sind (Facebook besitzt angeblich weltweit 750Mio registrierte Nutzer). Wurde man also erfolgreich in den Kreis der Auserwählten aufgenommen, findet man sich dank der leichtgewichtigen und übersichtlichen Oberfläche schnell zu recht. Das hat in den ersten Tagen sicherlich zu der hohen Akzeptanz der Plattform beigetragen und die Nutzerzahlen hochgetrieben.

Werfen wir gleich einen Blick auf die verschiedenen Bereiche: weiterlesen...

3Aug/110

Multi Channel Integration: Ein Konzept aus dem Vertrieb hilft bei der Umsetzung von Enterprise 2.0

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In den 1990er Jahren fingen Firmen verstärkt an, über „Multi Channel“ Vertriebs- und Marketingstrategien nachzudenken. Dabei ging es um die Frage, wie die Vielzahl an neuen Vertriebswegen („Channels“), die sich zum Beispiel im Internet herausgebildet hatten, in bestehende Vertriebsstrukturen integriert werden kann, um Umsatz, Profit und Kundenzufriedenheit zu steigern und gleichzeitig die Vertriebs- und Marketingkosten zu senken. weiterlesen...

13Jul/110

Web-Monitoring: eine Rezension zu P. Brauckmanns Buch

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Mittlerweise dürfte es für viele ein Gemeinplatz sein, dass es unerlässlich ist, die eigene Wirkung im Widerhall der sozialen Medien zu reflektieren. Neue Aktualität hat das Thema nun bekommen, da mit Google+ ein weiteres intensiv zu beobachtendes Medium aus der Taufe gehoben wurde. So manchem wird sich hier erneut die Frage stellen, wie man denn nun dieses Netzwerk effektiv beobachten sollte.

Wichtige Anregungen dazu kann das Buch "Web-Monitoring - Gewinnung und Analyse von Daten über das Kommunikationsverhalten im Internet" von Patrick Brauckmann (Hg.) geben. Der Sammelband mit 22 Einzelbeiträgen von über 30 Autoren zeichnet einen Querschnitt der Thematik aus den verschiedensten Blickwinkeln.

Der erste Teil beschäftigt sich mit den Grundlagen, der Notwendigkeit und den Aufgaben von Web Monitoring. Sehr schön ist hier die empirische Studie von Alexander Plum, die einen systematischen Überblick mit empirischen Daten untermauert und so ein gutes Gefühl für die eigentliche Anwendung vermittelt. In weiteren Beiträgen wird der Sinn von Web-Monitoring in den Feldern Politik und Wirtschaft eingehend diskutiert.

Ausführlich beschreibt der zweite Teil unterschiedliche Methoden, um die Situation im Netz zu beobachten. weiterlesen...

7Apr/110

Studie zu Enterprise 2.0 – Microblogging und Social Messaging im Unternehmen

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Microblogging hat in den letzten Jahren verstärkt den Weg in die externe und interne Unternehmenskommunikation gefunden. Der Twitter-Dienst wird gerne dazu genutzt, Informationen nach außen weiterzugeben, aber auch um Stimmungen von außen einzufangen.  Microblogging eröffnet also die Möglichkeit schnell und prägnant Informationen zu verbreiten.

Mehr als Twitter

Innerhalb von Unternehmen ist der Einsatz von Microbloggingsystemen noch nicht verbreitet. Viele fürchten einen Informations-Overflow. Dabei lässt sich mit Microblogs - in Abstimmung mit anderen Kommunikationskanälen - das Vertteilen von Wissen besser organisieren. So werden beispielsweise viele Newsletter und Rundmails überflüssig, die lediglich Linkhinweise enthalten. Über Statusmeldungen bleibt man über Projektfortschritte auf dem Laufenden u.v.a.m.

Die Handhabung von Micro-Blogging-Systemen ist genauso einfach, wie man es von Twitter kennt. An die Anwendungen selbst werden jedoch andere Anforderungen gestellt. Beispielsweise sollen manche Blogs nur für bestimmte Nutzergruppen sichtbar sein. Deshalb gibt es eine Vielzahl an Microblogging-Systemen, die speziell für das Unternehmensumfeld entwickelt wurden. Vom vergleichsweise einfachen „Enterprise Microblogging“ zu einem umfangreicheren „Micro Sharing“-Konzept, sind verschiedenste Varianten vertreten.  Dazu zählen u.a. Systeme wie Lotus connections, Jive, Socialtext, BlueKiwi, Communote, Yammer...

Studie von n:sight

Die Studie „Social Messaging Vendor“ untersucht insgesamt 17 Microblogging-Systeme.  Verglichen und bewertet werden:

  • User management,
  • Content management,
  • Application management sowie
  • Analysis und Controlling.

Die Basis der Bewertung sind 145 Fragen eines speziell entwickelten Funktionsmodells, das eine Lösung als ein Input-Prozess-Output System begreift und es dahingehend überprüft.

Die Studie ist darauf ausgelegt, eine Marktanalyse zu betreiben, also die bestehende Micro-Blogging Landschaft theoretisch zu beschreiben und je nach Funktion und Angebotskonzept zu differenzieren.  Sie enthält weiterhin eine ausführliche theoretische Grundlage zum Thema Social Messaging in Unternehmen.

Durchführung der Studie im Herbst 2010 von n: sight (Joachim Lindner und Björn Negelmann)

15Feb/112

Eigenschaften, Unterschiede und Grundfunktionen von sozialen Online-Netzwerken

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Online-Netzwerke unterscheiden sich vor allem anhand der Realisierung der Grundfunktionen und dem zusätzlichen Featureangebot. Vor allem Freundschafts- oder Businessnetzwerken können so unterschieden werden. Eine alternative Einteilung der Grundfunktionen finden Sie bei Richter und Koch (2008).

1. Zugang zum Netzwerk

Registrierungsformular bei facebook

Interessierte können sich über eine einfache Online-Registrierung anmelden. Sie benötigen dazu lediglich eine E-Mail-Adresse, die es dann zu verifizieren gilt. Aber auch durch die Empfehlung oder Einladung eines bereits registrierten Nutzers, kann man auf das Netzwerk aufmerksam gemacht werden. Möglich ist weiterhin, dass der Betreiber des Netzwerkes eine spezielle Einladung verschickt, dies gilt z. B. für Expertennetzwerke. Um große Mitgliederzahlen zu erreichen, sollen die Einstiegshürden so gering wie möglich gehalten werden. Viele Nutzer werden von bereits registrierten Mitgliedern geworben, deshalb versucht man diese Art der Rekrutierung durch besondere Angebote, etwa bequeme Einladungsfunktionen, zu unterstützen. Die Nutzung der freundschaftlichen Netzwerke ist meistens kostenlos, Business Networks bewerben kostenpflichtige Premiummitgliedschaften die besondere Privilegien bei der Nutzung von Funktionen (Suchfunktion) genießen. weiterlesen...

15Nov/102

Facebook – Ein exemplarischer Sonderfall

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Der Aufstieg von Facebook zum weltweit größten Social-Network-Anbieter ist ein interessantes Phänomen.

Mark Zuckerberg (E. und P. Chan, Creative Commons)

Mark Zuckerberg (E. und P. Chan, Creative Commons)

Frühjahr 2004 kann als die Geburtsstunde von facebook angesehen werden. Ursprünglich wurde es von Studenten für Studenten an der Harvard University entwickelt. Mark Zuckerberg als Initiator des Projektes, das seit Mitte 2006 Verbreitung über die ganze Welt und in mehreren Sprachen fand, ist heute mehrfacher Milliardär.

Ähnlich der Online-Enzyklopädie Wikipedia nimmt Facebook eine gewisse Sonderrolle ein und dient zugleich als allgemeines Beispiel für Chancen wie Risiken von Social Networks. Grundsätzlich wird mit Facebook die Etablierung von OSN als Massenmedium verbunden – zumindest in Deutschland.

Das liegt nicht zuletzt an der Software selbst. weiterlesen...

5Nov/102

Online Social Networks: Merkmale und prominente Beispiele

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Soziale Online-Netzwerke, auch als Social-Network-Dienste (SND) oder Online Social Networks (OSN) bekannt, haben es sich zum Ziel gesetzt, Freundes- und Bekanntenkreise ebenso wie Geschäftspartner miteinander zu verbinden. Der Mensch und seine Beziehungen sind zentral und so sind bei Social Networks Menschen gleichzeitig Mittel und Inhalt der Anwendung. Die meisten unterscheiden sich untereinander durch „Class“, „Age“ oder „Culture“.

Merkmale:

  • Registrierung erforderlich,
  • Profilseiten mit Interessen und Tätigkeiten,
  • Daten liegen hauptsächlich in strukturierter Form vor,
  • Beziehungen zu anderen Menschen werden dargestellt,
  • Bekanntschaften über die sprichwörtlichen »fünf Ecken« werden nachvollziehbar gemacht und
  • starker Bezug zu realen Sozialbindungen.

Social Networking Dienste sind eigentlich schon lange bekannt. Bereits 1997 kam Sixdegrees als erstes Social Networking Angebot auf den Markt, wurde aber nach vier Jahren verkauft und stellte seinen Dienst im Jahre 2001 ein.
Kurz danach starteten die großen, erfolgreichen Netzwerke wie Tribe und LinkedIn und sammelten in Kürze Millionen von Mitgliedern.

Doch wie entstehen digitale soziale Netzwerke? Das Schneeballsystem kann Erklärung bieten: weiterlesen...

17Sep/104

Enterprise Social Network – ein vergleichender Erfahrungsbericht

von

ELGG, Just Software, Jive

Social Networks in Unternehmen, das ist häufig noch ein Thema für große Unternehmen. Doch auch mittelständische Unternehmen denken zunehmend darüber nach, mit einem Social Network die Kommunikation im Unternehmen zu beleben und das bisherige „Intranet“, also in der Regel ein Content-Management-System durch eine dynamischere Software abzulösen.

Ihr Ziel ist die Schaffung eines Expertennetzwerkes. Wissen und Informationen sollen schnell im Unternehmen erarbeitet und verteilt werden. Nicht zuletzt will man Unternehmenseinheiten integrieren, Arbeits- und Innovationsprozesse beschleunigen.

Die Anbieter entsprechender Software arbeiten mit dem Versprechen, dass ihre Software natürlich alle Anforderungen des Unternehmens an das „Intranet“ erfüllt werden.  Doch hinter den Lösungen stecken ganz unterschiedliche Philosophien und Zielvorstellungen, die in die Software eingeflossen sind. Das gilt auch für die drei Lösungen, die ich mir systematisch angesehen habe.

  • Jive: Am weitest fortgeschrittene Enterprise-Lösung, in die sehr viel Erfahrung eingeflossen ist. Sie ist mein Maßstab für den professionellen Entwicklungsfortschritt.
  • ELGG ist die führende Open Source Lösung. Ein relativ junges Projekt, das schnell zu einer Art  Standard im freien Bereich wurde.
  • Just Software: Eine aufstrebende Software, die für eine richtige Community (kajoo, heute Opennetworx) entwickelt wurde und so schon zig Tausend Fans gewonnen hat. weiterlesen...
13Mai/100

Facebook Account löschen

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facebook LogoEin Facebook-Konto ist schnell angelegt, doch so manches Mitglied möchte die Seite für immer verlassen. Gründe für einen solchen Schritt gibt es viele. Einen aktuellen Anlass dafür bietet gerade die umstrittene Datenschutzpolitik von Facebook, die laut Spiegel zum Teil hart an die Grenzen des Bundesdatenschutzgesetzes stößt und diese sogar überschreitet (siehe den Beitrag auf SPIEGEL online).

Bleibt die Frage wie man seinen Facebook-Account löschen kann. Ich mache mich auf die Suche nach der Antwort … weiterlesen...