von Anja Ebersbach
Soziale Online-Netzwerke, auch als Social-Network-Dienste (SND) oder Online Social Networks (OSN) bekannt, haben es sich zum Ziel gesetzt, Freundes- und Bekanntenkreise ebenso wie Geschäftspartner miteinander zu verbinden. Der Mensch und seine Beziehungen sind zentral und so sind bei Social Networks Menschen gleichzeitig Mittel und Inhalt der Anwendung. Die meisten unterscheiden sich untereinander durch „Class“, „Age“ oder „Culture“.
Merkmale:
Registrierung erforderlich,
- Profilseiten mit Interessen und Tätigkeiten,
- Daten liegen hauptsächlich in strukturierter Form vor,
- Beziehungen zu anderen Menschen werden dargestellt,
- Bekanntschaften über die sprichwörtlichen »fünf Ecken« werden nachvollziehbar gemacht und
- starker Bezug zu realen Sozialbindungen.
Social Networking Dienste sind eigentlich schon lange bekannt. Bereits 1997 kam Sixdegrees als erstes Social Networking Angebot auf den Markt, wurde aber nach vier Jahren verkauft und stellte seinen Dienst im Jahre 2001 ein.
Kurz danach starteten die großen, erfolgreichen Netzwerke wie Tribe und LinkedIn und sammelten in Kürze Millionen von Mitgliedern.
Doch wie entstehen digitale soziale Netzwerke? Das Schneeballsystem kann Erklärung bieten: weiterlesen...
von Richard Heigl
Von Clay Shirky gibt es einen sehenswerten und kurzweiligen Vortrag über "How social media can make history". Licht aus - Spot an.
von Richard Heigl
Auch die Wissenschaften entdecken die Möglichkeiten der Web 2.0-Welt. Hier ist vor allem für die Sozialwisenschaftler der Weg zu kollaborativen Arbeitsweisen sehr weit. Die einzelnen Fachdisziplinen setzen nach wie vor aus Monografien und die Betonung des Autors. Das hat auch mit dem eisgen Konkurrenzkampf zu tun, in dem die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stehen. Doch für Spezialthemen entwickeln sich auch hier nach und nach Expertenwikis.
Wie Historiker Web 2.0 sinnvoll nutzen können, werden vom 8. bis 10. Oktober Teilnehmer des Geschichtskongresses 2009 in Oberhausen diskutieren. Richard Heigl macht dort einen Workshop unter den Titel "Geschichte von unten 2.0". Dort wird erarbeitet, welche Chancen das neue Web für die lokale Geschichtsarbeit bietet, aber auch, welche grundsätzlichen Schwierigkeiten sich ergeben.
Tags drauf findet an der Universität Siegen eine Tagung zu einem ähnlichen Thema statt: "Web 2.0 und Geschichtswissenschaft: 'Social Networking' als Herausforderung und Paradigma". Wieder wird Richard Heigl zu sehen sein. Dann aber mit einem Vortrag zur Veränderung der wissenschaftlichen Arbeitsweisen durch Web 2.0.
Geschichtskongress
im Oktober 2009