Living documents – Die Einführung eines Wikisystems für Online-Betriebshandbücher auf dem IOM SUMMIT 2011
von Richard Heigl
Den Betrieb großtechnsicher Anlagen sichern heute Online-Handbücher auf MediaWiki-Basis.Foto: Philipp Hertzog, (Lizenz: CC)
Vom 28. - 29. September 2011 findet in Köln das IOM SUMMIT von Kongress Media statt. Der führende Fachkongress für Intranet, Dokumentenportale und Enterprise 2.0 wartet diesmal mit 17 Erfahrungsberichten und 4 Seminaren auf.
Mehr als 20 Referenten aus verschiedenen Unternehmen stellen ihre Projekte vor. Man erfährt aus erster Hand Hintergründe über Intranet-Governance von Airbus, Social Networking bei Bigpoint, Micro-Blogging bei der Deutschen Bank, Kollaborationsmanagement bei Celesio oder Wissensmanagement bei Bilfinger Berger.
Case: TenneT TSO
Nicht verpassen sollte man den Slot mit Carsten Walsch (TenneT TSO GmbH). Auch wenn der Vortragstitel leider etwas fad wirkt: "Unterstützung der Arbeit an lebendigen Dokumeten bei der Tennet TSO". Vorgeschlagen hatten wir eigentlich den Titel dieses Blogbeitrags: "Living Documents". Das trifft es!
Worum gehts? Als einer der vier Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland betreibt TenneT TSO ein Höchstspannungsnetz mit einer Leitungslänge von 10.700 km und 115 Umspannwerken. Das Unternehmen betreibt Spitzen-Technik, bündelt Experten-Know-How und hat höchste Anforderungen an die Qualitätssicherung. Der effiziente
Netzbetrieb basiert auf hausinternen Standards und Regelungen für die Errichtung und den Betrieb der Netzanlagen. Diese Standards sind in verschiedenen Handbüchern dokumentiert, die Handbücher werden ständig weiterentwickelt.
Im Jahr 2010 stellte TenneT TSO seine Handbücher auf ein ausgebautes MediaWiki um und konnte so u.a. den redaktionellen Aufwand erheblich reduzieren. Carsten Walsch zieht auf dem IOM SUMMIT Bilanz. Doch man kann schon jetzt sagen, dass man professionelle Online-Handbücher auf MediaWiki-Basis weit mehr können und können müssen, als das MediaWiki, das man von der Wikipedia her kennt. Lassen Sie sich überraschen!
Enterprise 2.0 Summit
von Richard Heigl
Nächste Woche ist es wieder soweit: Das Enterprise 2.0 Summit tagt im Frankfurter Le Méridien Parkhotel. Das Team von Björn Negelmann und Thomas Koch hat ein spannendes Programm mit renommierten Referenten zusammengestellt.
Darin zeichnen sich die aktuellen Tendenzen der Diskussionen um Wissensmanagement mit Web 2.0-Technologien ab: Standen vor ein/ zwei Jahren noch technologische Fragen im Vordergrund, so tauschen heute die Unternehmen ihre Erfahrungen aus. Vor allem die Frage nach der Motivation der Nutzer steht heute ganz oben auf der Agenda. Und nicht zuletzt die Kommunikation in Unternehmen mit sehr unterschiedlichen Teilkulturen und Sprachen. Themen, die Hallo Welt! seit Beginn an adressiert. Nun aber lassen sich theoretische Konzepte und unserer Erfahrungen mit der betrieblichen Praxis in den unterschiedlichsten Branchen abgleichen.
Es referiert ein Ensemble internationaler Referentinnen und Referenten. Ich werde auch hinfahren und in diesem Blog darüber berichten. Nicht zuletzt bin ich auf den Block "E2.0 beyond blogs & wikis: BPM 2.0 & CRM 2.0" gespannt. Auch für mich ein kleiner Blick über den Tellerrand.
Übrigens mit dem Promoschlüssel e20srh kommen Leser dieses Blogs um 200 Euro günstiger rein
knowledgecamp 2009 – Eindrücke aus Karlsruhe
von Radovan KubaniDas erste KnowledgeCamp fand letzte Woche in Karlsruhe statt und hat nicht nur bei mir Lust auf mehr gemacht. Ich unterteile meine Eindrücke mal auf die Organisation und die inhaltlichen Aspekte. Die Veranstalter (Karlheinz Pape und Simon Dückert) haben sich ins Zeug gelegt und eine reibungslose Veranstaltung auf die Beine gestellt. Man war immer gut informiert und kann von der Location bis hin zum Abendevent von einer runden Sache sprechen. Bei den Teilnehmern waren überwiegend barcamp newbies vertreten, aber die Stimmung war dennoch sehr schnell familiär und locker.
Bei den Sessions war eigentlich alles zum Thema Wissensmanagement vertreten. Angefangen von der Selbstorganisation über SCRUM, Kunst und Wissensmanagement, öffentliches Wissen (Stadtwikis) bis hin zur WM Vision 2100!
Es waren meist fünf Slots gleichzeitig belegt, so dass man leider auf einige interessante Themen verzichten musste... hier wäre es schön gewesen über eine Abstimmung Inhalte am zweiten Tag nochmal aufzugreifen.
Natürlich gab es aber auch interessante Erkenntnisse für mich. So kann ich mir gut vorstellen, dass die SCRUM Projektmethode gut zu uns passen könnte. Projekte werden in kleine, handliche Pakete definiert und die Einzelaufgaben werden skizzenhaft verbildlicht. Mit diesen übersichtlichen "Bröckchen" kann man eigentlich nur noch Erfolge erzielen... wäre ja ne super Sache
Die ganzen Zwischenergebnisse könnte man über Microblogging allen Mitarbeitern verfügbar machen. So erzeugt man ein Informationsrauschen, von dem andere Mitarbeiter profitieren können, wenn dadurch die 1:1 Kommunikation etwas aufgebrochen wird.
Apropos Aufbrechen... in diesem Zusammenhang gab es eine Session die uns über künstlerische Elemente das Mittel der "Dezentrierung" näher gebracht hat. Wenn man also mal an einer Frage hängt oder einen Gedanken nicht weiterführen kann, sollte man eine Möglichkeit suchen, konstruktive Ablenkung zu finden (Musik, Malerei, Sport, Frühjahrsputz
). Am Ende kommt man zum ursprünglichen Problem zurück und betrachtet es aus einer neuen Perspektive.
Damit komm ich auch wieder zum Anfang zurück... Das KnowledgeCamp hat so einige neue Ideen aufgebracht und meine Spannung auf das #gkc10 gesteigert

